

Die Weltgebetstagsmusik ist sonst fest in der Hand von Gitarren- und/oder Flötenspielerinnen. In diesem Jahr werden die Lieder – zumindest in St. Norbert – ordentlich gedrummt; gebasst; und gerockt. „Die Lieder sind einfach wunderbar“, schwärmen Peter Albrecht, Bandleiter von Norbeat, und Sora Yu, Kirchenmusikerin im Kirchspiel Südost. Er dreht er diesmal "nur am Regler", sie aber wird ordentlich mit "in die Tasten hauen". "Eine echte siebenköpfige Frauenband sind wir geworden, sogar mit Kontrabass", freuen sich beide. (Nur am Schlagzeug wird vom anderen Geschlecht ausgeholfen.)
Die WGT-Woman-Band singt und spielt unter dem Motto "Kommt, bringt Eure Last!" gemeinsam die nigerianischen und internationalen Songs des Weltgebetstags 2026: "God is so good", "Are you weary, are you burdend", "Come unto me", "Keleya", "Chineke" und "Take a rest".
In „God is so good“, einem nigerianischen Volkslied, wird beklagt, dass die Last des Lebens von Frauen zumeist hinter „verschlossenen Türen“ versteckt ist, nicht nur im globalen Süden. Aber Frauen wollen, „so wie sie sind, Gottes Nähe spüren“. „Niemand“ soll „hinter verschlossenen Türen“ bleiben; hinter einer Hausmauer, einer Mauer aus Traditionen, einer Vorurteils- und Glaubensmauer. Denn: „God is good“; denn sie ist die Nachbarin, der alle Sinne, welche schnell erlahmen und häufig ohne Heimat und getrennt sind (Rilke), entgegenstreben.
Die uralte Hymne „Are you weary, are you burdend“ von Henry W. Bake aus dem Jahr 1868 (der sich seinerzeit den Künstler:innen-Namen „Stephanos“ zulegt hatte) charakterisiert das „Belastende“ und „Ermüdende“ des häuslichen Alltags von Frauen, in dem sich kaum „Ruhe finden“ und kaum „wachsen“ und „gedeihen“ lässt und manchmal nur „Angst bleibt“ und „Verzweiflung“ quält: Weil auch außerhalb des Hauses immer wieder „schreckliche Gewalt, Hass und Terror toben“.
In „Come unto me“ wird darauf hingewiesen, wie oft „die Kraft fehlt“, wie oft Frauen „erschöpft, einsam und geschwächt“ sind.
Allen gemeinsam aber sind nicht nur die „Sorgen“, sondern auch die „Sehnsucht nach einer besseren Welt“, wie es in einem Lied des WGT 2026 heißt. Diese Sehnsucht nach einem liebevollen Wort und „Geschenk der Hoffnung“, nach einem selbstlosen Mittragen der „Lasten“ des Alltags, nach Behandlung der vielen kleinen und großen „Krankheiten“, die quälen, wird „Keleya“ beschworen.
Befreit wird sich durch das Bekenntnis des Gospels „Are you weary, are you burdend“: „Glaubst Du? Dann stimme zu und sage JA, zu Gott". Denn „God is good“, „good for me”, good for every women, good for everybody.
Jeder und jedem geht es darum, immer wieder die eigene „Last“ ablegen zu können und „Erholung” zu finden am Brunnen des Lebens: In „Freundschaften“, in wahrer „Menschenfreundlichkeit“, angelehnt „an die Schulter“ Gottes, wie in „Come unto me“ gesungen wird. Dann wird „Friede“. Denn „Friede lebt in den Frauen der Welt“, ebenso wie „Sehnsucht, Feuer, Schönheit, Versöhnung und Teilen“; dessen wird sich in „Chineke“, einem nigerianischen Traditional, vergewissert.
„Take a rest“, „kommt zur Ruhe“, immer und immer wieder, ruft uns Weltgebetstag 2026 zu. Denn wir sind „mütterlich umhüllt“, wir finden „Frieden“ in euren „Umarmungen“: bei unseren Kindern, bei unseren Partner:innen, bei unseren Müttern; bei Gott der Schöpferin, bei Gott der Freundin am Ruheplatz am Wasser, bei Gott der Kommenden!
"Liebe Magdeburgerinnen und Magdeburger, liebe Gäste, Sie sind eingeladen daran teilzuhaben und diese Musik zu hören und zu erleben – in unseren Kirchen und bei ganz unterschiedlichen kirchenmusikalischen Veranstaltungen im Jahr 2026.
Dabei schöpft die Kirchenmusik aus einer reichen Tradition, lässt aber ebenso zeitgenössische Töne erklingen. Bekanntes wird neu in Szene gesetzt, Modernes möchte überraschen. Der Schatz der Kirchenmusik tut sich mir persönlich immer wieder neu auf: als Lob oder Trost, emotional und intensiv. Ich verbinde je nach Kirchenjahr und Anlass oftmals biblische Bilder beim Hören der Klänge: Da singt Maria, da schlägt Mirjam die Pauke. David zupft Harfe. Es erklingen Trompeten, Flöten, Lauten und Zimbeln. Ein Engelchor jubelt und der Psalmbeter stimmt ein Gotteslob an: „Du lässt mich fröhlich singen von deinen Werken und ich rühme die Taten deiner Hände.“ Psalm 92,5
Lassen auch Sie sich persönlich ansprechen! Was bewegt Sie, welche Gedanken öffnen sich bei Ihnen? Das Hören stellt uns in wunderbare Räume hinein – im tatsächlichen wie auch im übertragenen Sinne - und macht den eigenen Horizont weit."
Stephan Hoenen, Superintendent in Magdeburg.
Wieder liegt ein großartiges Kirchenmusik-Programm für 2026 in Magdeburg vor. Neu ist, dass es gleich zu Beginn des Kalenderjahres erscheint.
Durch den Redaktionsschluss im Advent 2025 kann es zu Änderungen im tatsächlichen Programm kommen. Alle Programmänderungen stellen wir unter Arbeitsbereiche > Kirchenmusik > Jahresprogramm 2026zusammen.

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